Erinnerung an Bochumer KZ-Außenlager

Gemeinsam mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) sowie weiteren Unterstützer*innen ermöglicht die Bochumer Linksfraktion die Verlegung der ersten Stolperschwelle in Bochum.

Es gibt Orte, an denen eigentlich hunderte oder tausende Stolpersteine verlegt werden müssten, um an das Schicksal der Menschen zu erinnern, die in der NS-Zeit dort verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Ein solcher Ort ist der Kreisverkehr an der heutigen Kohlenstraße (früher Brüllstraße) in Bochum-Stahlhausen. Hier existierte in den Jahren 1944/45 ein Außenlager des KZ Buchenwald. Bis zu 2.000 Häftlinge wurden dort von der SS bewacht und mussten Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion des Bochumer Vereins leisten. Viele fanden den Tod.

Um daran zu erinnern, verlegt der Künstler Gunter Demnig am Freitag, den 14. September gegen 11:40 an dem Kreisverkehr (Ecke Obere Stahlindustrie/Fahrradweg) eine Stolperschwelle. „Erinnerung ist eine gemeinsame Aufgabe, deshalb beteiligen wir uns gerne an der Finanzierung“, sagt der Fraktionsvorsitzende der Bochumer LINKEN Ralf-D. Lange. „Ganz besonders danken wir den Mitgliedern der Bochumer VVN-BdA für die Recherche und die Dokumentation, die diese Verlegung überhaupt erst möglich gemacht haben.“

Am Mittwoch, 19. September, findet im Bochumer Zentrum für Stadtgeschichte, Wittener Straße 47, die Präsentation der Rechercheergebnisse statt. Los geht es um 17 Uhr. Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist frei.