Berufsbildungsmesse: Linksfraktion unterstützt Proteste

Die Bochumer LINKE unterstützt die Proteste gegen die Bundeswehr-Anwerbeversuche unter Jugendlichen auf der Berufsinformationsmesse Ruhr. Zur Messe-Eröffnung am Freitag, den 3. Mai werden die Bochumer Ratsmitglieder der LINKEN vor der Jahrhunderthalle präsent sein – zusammen u.a. mit der Bildungsgewerkschaft GEW, dem Kinderhilfswerk Terre des Hommes, dem Bochumer Friedensplenum und der Linksjugend.

Benny Krutschinna, Mitglied der LINKEN im Rat, kritisiert das Verhalten der Bochumer Regierungsparteien im Streit um die Rekrutierung von Jugendlichen auf der Veranstaltung: „Bochum muss endlich das Ziel der UN-Kinderkonvention ernst nehmen, die Militärwerbung unter Minderjährigen ächtet. Oberbürgermeister Thomas Eiskirch, die SPD und die Grünen werden seit Jahren ihrer Verantwortung nicht gerecht.“

Die Messe wird von der stadteigenen Veranstaltungs-GmbH durchgeführt, für die Akquise ist das Jugendamt zuständig. Für viele Schüler*innen ist der Besuch im Rahmen der Schulzeit verpflichtend. „Es ist Aufgabe des Jugendamtes, die Unversehrtheit der Jugendlichen zu schützen, und nicht, sie psychologisch geschulten Militär-Anwerber*innen auszusetzen“, sagt Benny Krutschinna. „Wir werden am Freitag ab 8:30 Uhr zusammen mit unseren Bündnispartnerinnen und -partnern vor der Jahrhunderthalle zum Gespräch bereitstehen. Gemeinsam werden wir den Werbe-Lügen der Militärs widersprechen und einfordern, dass die Stadtverantwortlichen dieses unethische Treiben endlich beenden.“