Öffentliche Parks sind für alle da – Grillmöglichkeiten nicht einschränken!

Die Auseinandersetzung um die Grünflächen am Ümminger See geht in die nächste Runde: Während die CDU dort weiterhin das Grillen verbieten lassen will, wollen die SPD und die Grünen die zur Verfügung stehende Fläche stark einschränken. Zur Sitzung der Bezirksvertretung Ost am Donnerstag, den 9. Mai legt die Linksfraktion dagegen einen Antrag vor, der ohne zusätzliche Einschränkungen für die Bevölkerung auskommt: Durch Verbesserung der Infrastruktur und zusätzliche Informations- und Unterstützungsangebote.

„Wir beantragen, dass die Stadt Abfallbehälter aufstellt, die so konstruiert sind, dass Vögel und andere Tiere den Müll nicht durchwühlen können“, sagt Benny Krutschinna, Ratsmitglied und Bezirksvertreter der LINKEN in Bochum-Ost. „Außerdem fordern wir zeitnahe Sonderleerungen nach warmen Wochenend- und Feiertagen.“ Das Konzept der LINKEN sieht außerdem vor, dass die Verwaltung ein offizielles Flugblatt erstellt, das darüber aufklärt, dass das Grillen nicht nur am Ümminger See, sondern in fast allen Bochumer Grünanlagen erlaubt ist – mit Ausnahme des Stadtparks, des Wattenscheider Stadtgartens und Teilen des Westparks. Gleichzeitig soll der Flyer einfach und verständlich die Regeln für das Grillen im öffentlichen Raum erklären.

„Teil unseres Antrags ist auch die Beschäftigung von Grill-Scouts“, sagt Benny Krutschinna. „Sie sollen hilfsbereit und auf Augenhöhe vor Ort zum Thema Picknick- und Grillabfälle beraten. Die Scouts können außerdem Beutel zur einfacheren Entsorgung der Abfälle verteilen, wie das zum Beispiel in Köln längst üblich ist.“ Den Antrag von SPD und Grünen lehnt Krutschinna ab. „Den Grillbereich zu verkleinern verschärft nur die Probleme, weil sich dadurch der Druck auf andere Orte erhöht. Wir brauchen eine bessere öffentliche Infrastruktur, nicht zusätzliche Verbote. Die Stadt trägt die Verantwortung, allen das Grillen und Picknicken im öffentlichen Raum zu ermöglichen. Diese Freizeitbeschäftigungen dürfen kein Privileg für Menschen sein, die sich einen privaten Garten leisten können.“