Freibad Werne: Linksfraktion fordert Garantie für Erhalt

Rede von Ralf-D. Lange zu TOP 1.5.: Investition Freibad Werne, Änderungsantrag der Linksfraktion auf der Ratssitzung am 11. Juli 2019

Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren.

Wir haben einen Ergänzungsantrag zu dieser Beschlussvorlage, und zwar schlagen wir vor, als letzten Satz einzufügen: „Für den Fall des Ausfalls der Förderung unterstützt und bekräftigt der Bochumer Rat den Plan, das Freibad Werne trotzdem zu erhalten, zu renovieren und möglichst zeitnah wieder zu eröffnen.“ Und ich werde Ihnen auch sagen, warum.

Es gibt viele Bürgerinnen und Bürger, die sich um das Freibad Werne sorgen. Der Oberbürgermeister hat ja am Freitag noch die Liste mit den mehr als 2.000 UnterstützerInnen der Petition übergeben bekommen. Diese Bürgerinnen und Bürger möchten nicht mehr und nicht weniger, als dass ihr Freibad erhalten bleibt und so schnell wie möglich wieder eröffnet wird. Und wenn man sich die Situation im Ostbad Langendreer und die Verkehrs- und Parksituation dort ansieht, sind auch die Langendreerer*innen an einer garantierten Wiedereröffnung in Werne interessiert.

Wir wollen erreichen, dass vom Rat ein ganz klares Statement ausgeht, dass das Freibad Werne auf jeden Fall nach einer wie auch immer gestalteten Renovierung wieder aufgemacht wird. Ich weiß, dass ISEK-Fördermittel beantragt sind und Chancen bestehen, dass das Geld auch bewilligt wird. Ob man unbedingt eine bewirtschaftete Tiefgarage und ein Fitnessstudio für den rentablen Betrieb dieses Bades braucht, sei einmal dahin gestellt. Wir halten diesen Businessplan für hoch riskant.

Wir halten das für ein hochriskantes Vabanquespiel – und das mit öffentlichen Geldern. Wenn das der Plan A sein soll, um das Freibad zu erhalten: Unsere bevorzugte Lösung ist das jedenfalls nicht. Auf jeden Fall wollen wir aber auch für den Fall der Fälle einen Plan B, damit die Bürgerinnen und Bürger aus dem Bochumer Osten sicher sein können, dass nämlich dem Bad unter keinen Umständen eine dauerhafte Schließung droht. Ich bitte daher um Zustimmung zu unserem Antrag.