Konsequenzen aus Unfällen ziehen: Radfahrstreifen endlich sicherer machen!

Dringenden Handlungsbedarf sieht die Bochumer Linksfraktion bei der Verkehrssicherheit für den Radverkehr. Am 2. Juli berät der Mobilitätsausschuss über den Antrag der LINKEN, die Radwege der Herner Straße beidseitig zu verbreitern und Sicherheitsstreifen von 75 cm zu den Parkstreifen und mindestens 50 cm zur Fahrbahn zu markieren. In den folgenden drei Jahren sollen alle weiteren Straßen mit gefährlich schmalen Radwegen ebenfalls umgestaltet werden.

„Wir beantragen, dass Bochum die Empfehlungen der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen endlich umsetzt“, sagt Sabine Lehmann, Mitglied der Linksfraktion im Ausschuss für Infrastruktur und Mobilität. Zuletzt ist es am Dienstag, den 11. Juni auf der Herner Straße zu einem schweren Unfall gekommen. Weil die empfohlenen Sicherheitsabstände fehlen, fuhr ein Radfahrer gegen die plötzlich geöffnete Tür eines parkenden Autos, stürzte auf die Fahrbahn und geriet unter die Front eines LKW. „Unfälle wie dieser bestätigen, was Fachleute schon lange sagen: Schmale Radfahrstreifen ohne die notwendigen Sicherheitsabstände machen die Straßen unsicherer. Die Stadt muss hier schnell Abhilfe schaffen!“

Im vergangenen September hat die Rathaus-Koalition einen Antrag der Bochumer LINKEN  abgelehnt. Die SPD und die Grünen stimmten damals dagegen, die Empfehlung des von der Stadt in Auftrag gegebenen Fachgutachtens „Green City Plan“ umzusetzen und die rechten Fahrspuren auf der Herner Straße zu Rad-Bus-Spuren umzuwidmen. „Nun lesen wir in der Zeitung, dass die Stadt den von uns beantragten Umbau erneut prüfen will. Wir fordern aber jetzt Nägel mit Köpfen, denn erneute langwierige Prüfungen bedeuten, dass die gefährliche Situation für den Radverkehr und auch die gesundheitschädlichen Grenzwert-Überschreitungen beim Stickstoffdioxid erst einmal bestehen bleiben.“