Bus & Bahn: Linksfraktion kritisiert schwarz-grüne Erhöhung

Die Bochumer Linksfraktion kritisiert die von CDU und Grünen gemeinsam im VRR-Verwaltungsrat beschlossenen Preiserhöhungen für den öffentlichen Nahverkehr.

Gültaze Aksevi, Fraktionsvorsitzende der Bochumer LINKEN.

„Dieses doppelte Spiel finde ich bedauerlich“, sagt die Fraktionsvorsitzende der Bochumer LINKEN Gültaze Aksevi. „Auf der vergangenen Ratssitzung in Bochum haben sich die Grünen noch für den Beschluss gefeiert, an einem einzigen Tag im Dezember Bus und Bahn bei der Bogestra kostenlos anzubieten. Was nützt so eine Werbeaktion, wenn fast zeitgleich Preiserhöhungen für alle anderen Tage beschlossen werden? Das ist dann kein Beitrag zu einer sozial-ökologischen Verkehrswende, sondern Augenwischerei.“

Besonders kritisiert Aksevi, dass sich selbst das Sozialticket weiter verteuern soll, statt den Preis auf ein sozialverträgliches Niveau zu senken. „Innerhalb von sechs Jahren hat sich der Preis für das Ticket von 29,90 Euro auf nun 39,35 Euro erhöht. Diese Politik grenzt insbesondere die aus, die bereits stark unter Hartz-IV und Co. leiden.“ Auch die Preise praktisch aller anderen Abos sowie des Vierer-Tickets sollen zum 1. Januar 2020 angehoben werden.

Als einzige der im Bochumer Rat vertretenen Parteien strebt DIE LINKE einen Umbau der ÖPNV-Finanzierung auf ein öffentlich finanziertes Solidarmodell ohne Ticketpreise an. „Dass das Bündnis aus CDU und Grünen im VRR noch nicht mal die geringsten Schritte in diese Richtung unternimmt, ist sozial- und klimapolitisch verheerend“, sagt Gültaze Aksevi. „Der VRR lehnt sogar das von vielen geforderte 365-Euro-Jahresticket ab. Es handelt sich um eine Koalition des ‚weiter-so‘. Das ist schlecht für unsere Stadt, schlecht für Menschen mit geringem Einkommen, und schlecht fürs Klima.“