Linksfraktion kritisiert Schwimmbad-Verkleinerung

Auf der Ratssitzung am Donnerstag, den 12. Dezember wird der Bochumer Rat darüber entscheiden, ob das Freibad Bochum-Werne nur deutlich verkleinert wiedereröffnet werden soll. Die SPD-Grünen-Koalition sowie auch die CDU haben angekündigt, die Verkleinerungspläne mitzutragen. Dazu erklärt Ralf-D. Lange, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Bochumer Rat:

Ralf-D. Lange
Ralf-D. Lange, Vorsitzender der Linksfraktion

„Dem Bochumer Osten wird die dauerhafte Totalschließung des Freibads wohl erspart bleiben. Das kann aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass fast alle im Rat vertretenen Parteien gemeinsam beschließen wollen, die Schwimmflächen in unserer Stadt weiter zu reduzieren. Wir haben lange dafür gekämpft, dass das Schwimmbad schnellstmöglich wiedereröffnet wird. Aber wir sprechen uns deutlich gegen die geplante massive Verkleinerung aus.“

Die aktuellen Pläne sehen vor, das Schwimmbecken von 75 Meter auf 50 Meter Länge zu kürzen. Auch das Nichtschwimmerbecken soll verkleinert werden, nämlich von 50×30 Meter auf 30×30 Meter. In diesem viel kleineren Becken soll dann auch noch ein Flachbereich für Kleinkinder bereits integriert sein. Nach den bisherigen Plänen soll keines der zwei Planschbecken wiedereröffnet werden. Diese Kürzung hält Ralf-D. Lange für besonders unpraktikabel: „Wer ein Bad plant, in dem sich Babys, Kleinkinder und ältere Kinder und Nichtschwimmer*innen ein so deutlich verkleinertes Becken teilen müssen, provoziert damit nur Probleme und Konflikte.“

Ralf-D. Lange weiter: „Es ist eine Schande, dass die SPD-Grünen-Koalition den von ihr selbst verursachten Investitionsstau jetzt dazu nutzen will, das Bad dermaßen zu verkleinern. Wir sagen: Wer ein Schwimmbad über Jahrzehnte hinweg kaputtgespart hat, hat stattdessen die Verantwortung, den Schaden wieder gut zu machen. Wir fordern eine deutliche Nachbesserung bei den Plänen. Die Bürger*innen-Initiative ‚Freibad-Fans‘ hat ganz konkrete Vorschläge. Dass die Bädergesellschaft WasserWelten die betroffenen Bürger*innen allerdings erst einen Tag nach der Ratssitzung einlädt, wenn bereits alles entschieden ist, zeigt leider deutlich, wie ernst es ihnen mit Bürger*innenbeteiligung ist.“