Husemannplatz: Jetzt Mitbestimmung wagen!

Rede von Ralf-D. Lange zum „Wettbewerbsverfahren zur Umgestaltung Husemannplatz“, TOP  1.16 auf der Ratssitzung am 30.01.2020

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren,

Ralf-D. Langees geht hier um die Eckpunkte für ein Wettbewerbsverfahren zur Umgestaltung des Husemannplatzes. Ich möchte dazu anmerken, dass beim Preisgericht weder Vertreter*innen der Bürger*innen noch die kleineren Ratsfraktionen beteiligt sind. Von daher können wir als Linksfraktion die Eingabe des Netzwerks „Stadt für Alle“ nur unterstützen, in der angeregt wird, „dass dem Wettbewerbsverfahren vorgeschaltet allen interessierten Bochumumer*innen die Gelegenheit gegeben wird, ihre Ideen und Anregungen zur Umgestaltung des Husemannplatzes einzubringen“. In der Eingabe wird auch formuliert, wie mit diesen Anregungen im Weiteren verfahren werden soll. Wir finden das gut.

Ich kann da nur an meinen letzten Redebeitrag anschließen: Lieber eine Bürger*innenbeteiligung mehr als zu wenig. Es geht darum, bereits vor der Planung diese interessierten Bürger*innen einzubinden. Denn letztlich ist das ihr Platz. Sie müssen damit leben, ob es weiterhin Cafés auf dem Husemannplatz geben soll oder nicht. Sie müssen mit der Entscheidung leben, ob es weiterhin einen Brunnen auf dem Platz gibt oder nicht. Oder ob der Platz lediglich ein „Scharnier“ darstellt zwischen Kortumstraße, Viktoriaquartier und Haus des Wissens. Und da ist es richtig und wichtig, sie vor der Auslobung zu fragen, was sie sich vorstellen. Und dass ihre Vorstellungen in den Wettbewerb mit einfliessen – von Anfang an. Vorgeschaltet, nicht erst im Nachhinein, wenn der Drops gelutscht ist.

Weiter können wir den Änderungsantrag der Sozialen Liste vorbehaltslos unterstützen, bei der Umgestaltung des Husemannplatzes zwingend das Gedenken an den von den Nazis ermordeten Fritz Husemann zu berücksichtigen ist. Schade, dass das dieser Fakt in der Verwaltungsvorlage keine Erwähnung gefunden hat.