Equal Pay Day: Soziale Berufe aufwerten, Gewerkschaften unterstützen!

Am 10. März ist Equal Pay Day, der Aktionstag gegen die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern. Noch immer verdienen Frauen in Deutschland durchschnittlich brutto 18 Prozent weniger pro Stunde als Männer. Das sind 18 Prozent zu viel!

Der Equal Pay Day steht für den Tag im Jahr, bis zu dem Frauen gesamtgesellschaftlich gesehen umsonst arbeiten, während Männer schon ab dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Die Gründe für diese Lohnlücke sind vielfältig: Viele Berufe, in denen mehr Frauen arbeiten, werden schlechter bezahlt. Deswegen müssen Tätigkeiten und Berufe der sozialen Arbeit, Gesundheit, Pflege und Erziehung sowie haushaltsnahe Dienstleistungen grundlegend aufgewertet werden – auch bei uns in Bochum! Das gilt auch für Verkaufspersonal, dessen Belastungen und Verantwortung sich während der Corona-Krise ganz besonders zeigen. Dazu kommt, dass unbezahlte Sorgearbeit in den Familien (z.B. Hausarbeit, Betreuung von Kindern) noch immer nicht gerecht verteilt ist. Dadurch machen Frauen durchschnittlich längere Babypausen und arbeiten häufiger in Teilzeit. Die Organisationskultur in vielen Betrieben bestraft das zusätzlich mit schlechteren Aufstiegschancen.

Und selbst der Grundsatz „gleicher Lohn für gleiche und gleichwertige Arbeit“ ist längst nicht umgesetzt: Selbst bei absolut identischer Arbeit beträgt der Lohnunterschied bundesweit immer noch durchschnittlich sechs Prozent! Auch deswegen unterstützen wir als Bochumer Linksfraktion die Gewerkschaften bei ihrem Kampf für Tarifverträge, die diese Form von Diskriminierung ausschließen sollen.