Bochum hat eine Stolperschwelle

Neben acht neuen Stolpersteinen gibt es in Bochum jetzt erstmals auch eine Stolperschwelle. Zusammen mit dem VVN-BdA und weiteren Unterstützer*innen hat die Bochumer Linksfraktion die Verlegung am Freitag, den 14. September ermöglicht. Die Schwelle erinnert an das Bochumer Außenlager des KZ Buchenwald beim Bochumer Verein, das 1944/45 an der Brüllstraße (heute Kohlenstraße) existierte.

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Erinnerung an Bochumer KZ-Außenlager

Gemeinsam mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) sowie weiteren Unterstützer*innen ermöglicht die Bochumer Linksfraktion die Verlegung der ersten Stolperschwelle in Bochum.

Es gibt Orte, an denen eigentlich hunderte oder tausende Stolpersteine verlegt werden müssten, um an das Schicksal der Menschen zu erinnern, die in der NS-Zeit dort verfolgt, ermordet, deportiert, vertrieben oder in den Suizid getrieben wurden. Ein solcher Ort ist der Kreisverkehr an der heutigen Kohlenstraße (früher Brüllstraße) in Bochum-Stahlhausen. Hier existierte in den Jahren 1944/45 ein Außenlager des KZ Buchenwald. Bis zu 2.000 Häftlinge wurden dort von der SS bewacht und mussten Zwangsarbeit in der Rüstungsproduktion des Bochumer Vereins leisten. Viele fanden den Tod.

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Gedenken an den Widerstand gegen Kapp-Putsch und Faschismus

DIE LINKE. gedenkt an den Widerstand

Niemals vergessen! Gestern haben wir zusammen mit der VVN-BdA Bochum und vielen anderen in Bochum-Werne an die ermordeten Kämpfer gegen den Kapp-Putsch 1920 und an den Widerstand gegen den Faschismus erinnert. Am Denkmal auf dem Werner Friedhof haben wir einen gemeinsamen Kranz der Linksfraktion, des Bochumer Kreisverbandes und unserer Bundestagsabgebordneten Sevim Dagdelen niedergelegt.

Und darum geht es: Keine zwei Jahre, nachdem meuternde Matrosen und Soldaten den ersten Weltkrieg beendet und den Kaiser ins Exil gejagt hatten, putschten Teile der Reichswehr gegen die SPD-geführte Reichsregierung. Letzte Kaisertreue, Republikfeinde und erste Nazis wollten die Republik beseitigen. Ein Generalstreik war die Antwort. Mitglieder der Arbeiterparteien SPD, USPD und KPD sowie der Gewerkschaften griffen zu den Waffen, die sie aus dem 1. Weltkrieg mitgebracht hatten. Doch kaum traten die Anführer des Putsches ab, ließ der SPD-Reichswehrminister Noske das rote Ruhrgebiet stürmen. Mit denselben Truppen, die zuvor geputscht hatten. Und die nahmen im Ruhrgebiet Rache. 13 Jahre später waren Hitler und seine Nazis an der Macht. Seit 1921 wird jeweils am letzten März-Sonntag in Bochum-Werne an die Ereignisse erinnert und es werden Blumen niedergelegt.

79. Jahrestag der Reichspogromnacht

Auf der zentralen Gedenkveranstaltung anlässlich des 79. Jahrestages der so genannten Reichspogromnacht haben wir den gemeinsamen Kranz des Kreisverbandes, der Ratsfraktion und der Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen niedergelegt. Der Kampf gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus ist und bleibt uns ein stetes Anliegen. Dem Schwur von Buchenwald „Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg“ fühlen wir uns auch zukünftig verpflichtet.

Bild Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht

Ein Stolperstein für Anton Kolodziej

Stolperstein für Anton Kolodziej

Gemeinsam mit der VVN-BdA hat die Bochumer Linksfraktion die Verlegung eines Stolpersteins für den Stahlarbeiter Anton Kolodziej ermöglicht. Während Mitglieder der VVN-BdA die inhaltlichen Recherchen durchführten, haben wir die Finanzierung übernommen. Am Freitag, den 20. Oktober, wurde der Gedenkstein zusammen mit dem Künstler Gunter Demnig an der Bahnhofstraße 65 in Wattenscheid verlegt.
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Linksfraktion trauert um Jochen Marquardt

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Jochen Marquardt auf dem Sommerfest der Bochumer LINKEN 2015.

Wir trauern um Jochen Marquardt, den Geschäftsführer des DGB Ruhr-Mark. Wir sprechen seinen Angehörigen und Freund*innen unser tiefes Beileid aus. Jochen wird uns fehlen. Und zwar nicht nur als couragierter Kämpfer für soziale Gerechtigkeit, als engagierter Fürsprecher für eine solidarische Flüchtlingspolitik und als Mitinitiator wichtiger Bündnisse gegen Kürzungspolitik, Rassismus sowie Militarismus. Sein kämpferischer Humor und die Fähigkeit, uns auch angesichts schlechter politischer Verhältnisse weiter zu motivieren, war einmalig. Wir haben einen engagierten Kollegen verloren, mit dem uns viel mehr verbunden hat als nur gemeinsame Anliegen und Utopien. Sein Tod hinterlässt eine tiefe Lücke.

Nie wieder Faschismus, beendet die Kriege!

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Am heutigen 5. Mai hat die VVN-BdA Bochum an die Befreiung von Faschismus und Krieg vor 70 Jahren erinnert und eine Kundgebung an der Gedenktafel im Eingangsbereich des Bochumer Stadtparks durchgeführt. Die Gedenktafel erinnert an die Erschießungen von Widerstandskämpfern und Zwangsarbeitern durch die Gestapo kurz vor Kriegsende in Bochum. Im Namen der Linksfraktion hat unser Ratsmitglied Horst Hohmeier zusammen mit der Bochumer Bundestagsabgeordneten Sevim Dağdelen und dem Sprecher des Kreisverbandes Amid Rabieh einen Kranz niedergelegt.

Die VVN schreibt: „Die Gestapo, die damals ihren Sitz in einer beschlagnahmten Villa auf der Bergstraße 76 hatte, erschoss allein hier, im Keller der Gestapowache, wenige Stunden vor dem Einmarsch der amerikanischen Truppen, 20 Menschen und verscharrte diese in Bombentrichtern im Stadtpark. Zu den Ermordeten gehörten der frühere KPD-Abgeordnete im Provinziallandtag Adolf Straube und der Sozialdemokrat Wilhelm Hüser aus Castrop-Rauxel. Nach der Befreiung von Faschismus und Krieg im Mai 1945 wurden die Leichen ausgegraben und auf dem Friedhof am Freigrafendamm beerdigt. Auf Initiative der VVN-BdA stellte die Stadt Bochum 2008 die durch Spendengelder finanzierte Tafel auf.“ Mehr Infos zur Kundgebung.

Nie wieder Faschismus!

DIE LINKE.Bochum wird sich am kommenden Sonntag an den Gedenkveranstaltungen in Bochum und Wattenscheid beteiligen, die dort anlässlich des 76. Jahrestages der so genannten Reichspogromnacht stattfinden. An beiden Gedenkorten werden VertreterInnen der LINKEN gemeinsame Kränze des Kreisverbandes, der Ratsfraktion und der Bochumer LINKE-Bundestagsabgeordneten Sevim Dagdelen niederlegen.

Bild Sevim Sarialtun Bild Ralf-D. Lange„Der Kampf gegen Ausgrenzung, Diskriminierung und Rassismus ist und bleibt uns ein stetes Anliegen. Dem Schwur von Buchenwald ‚Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg‘ fühlen wir uns dabei auch zukünftig verpflichtet“, so die Fraktionsvorsitzenden der LINKEN im Rat, Sevim Sarialtun und Ralf-D. Lange.

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