Freiheit für Mahmut Günes: Mahnwache zum ersten Verhandlungstag

Wir freuen uns, dass am Montag, den 11. Oktober so viele unserem gemeinsamen Aufruf zur Mahnwache vor dem Bochumer Rathaus gefolgt sind. Für DIE LINKE hat unser Fraktionsvorsitzender Horst Hohmeier auf dem Rathausvorplatz gesprochen. Der Anlass ist allerdings ein sehr ernster.

Darum geht es: Für Dienstag, den 12. Oktober ist in der Türkei der erste Verhandlungstag gegen unseren Bochumer Mitbürger Mahmut Günes angesetzt. Er wird seit dem 31. Juli in der Türkei gefangen gehalten. Er wollte lediglich Familie und Freunde besuchen, doch bei der Einreise wurde er seiner Freiheit beraubt. Das Erdogan-Regime wirft ihm vor, regierungskritische Tweets von kurdischen Journalist:innen zum Einmarsch der Türkei in Nordsyrien und über Menschenrechtsverletzungen der türkischen Regierung geteilt zu haben. Wir verurteilen den willkürlichen Übergriff auf Mahmut Günes aufs Schärfste und fordern die sofortige Freilassung! Die willkürliche Verhaftung ist mit rechtsstaatlichen Grundsätzen vollkommen unvereinbar. Sie steht in einer Reihe von Einschüchterungsversuchen, systematischen Verfolgungen und Verhaftungen auch zahlreicher deutscher Staatsbürger, mit denen die Regierung Erdogan gegen vermeintliche und tatsächliche Kritikerinnen und Kritiker vorgeht.

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Keine Kooperation mit antidemokratischen Muslimbrüdern und Partnern türkischer Faschisten

Moritz Müller
Moritz Müller

„Man braucht wahrlich nicht den Verfassungsschutz, um die Verbindungen des Islamischen Kulturvereins Bochum e.V. zur antidemokratischen, islamistischen Muslimbruderschaft zu erkennen“, sagt Moritz Müller, Ratsmitglied der Bochumer Linksfraktion. „Die Auftritte von Referenten aus diesem Spektrum in dem Bochumer Verein sind für die Jahre 2015, 2018 und 2019 gut belegt. Wer noch dazu im Zentralrat der Muslime mit Verbänden der extrem rechten Grauen Wölfe wie ATIB zusammenarbeitet, deren Verbot DIE LINKE schon lange fordert und für das der Bundestag Bundesinnenminister Horst Seehofer einen Prüfauftrag erteilt hat, kann und darf kein Kooperationspartner sein.“

Die Stadt Bochum müsse die Kooperation mit dem IKV einstellen, so Moritz Müller weiter. „Die Erwartung auf eine ‚Erledigung von Hausaufgaben‘ ist Teil einer gescheiterten Strategie, mit der NRW-Innenminister Herbert Reul auch die Zusammenarbeit mit dem Moscheeverband DITIB rechtfertigt – obwohl er als verlängerter Arm des türkischen Staatsapparats Teil des Erdogan-Netzwerks in Deutschland ist. Das ist gefährlich für die Demokratie und für all jene, die sich insbesondere in den entsprechenden Communitys gegen den Einfluss der religiösen und politischen Reaktionäre wehren. Für die Stadt Bochum muss gelten: Keine Kooperation, weder mit Islamisten noch mit deutschen, türkischen oder anderen Rechtsextremisten.“

Für eine handlungsfähige Kommune statt „öffentlich-privaten Partnerschaften“!

Redebeitrag von Moritz Müller zum TOP 1.6 „Unmittelbare Beteiligung der Stadt Bochum an der PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH“ auf der Ratssitzung am 25.03.2021: 

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,
meine Damen und Herren,

digitale Transformation braucht es in Bochum dringend, das haben nicht nur die letzten Monate unter Corona gezeigt. Eine unmittelbare Beteiligung an der „PD – Berater der öffentlichen Hand GmbH“ ist dafür aber der falsche Weg.

In der Vergangenheit ging es bei der PD im Regelfall um Beratungen, die auf öffentlich-private Partnerschaften, sogenannte ÖPPs, abgezielt haben. Das ist ja im Kern auch die Gründungs-DNA der PD, und diese Ausrichtung hat das Bundesfinanzministerium als großer Anteilseigner Ende 2017 bekräftigt. So war die PD von Anfang an auch eine Möglichkeit für Lobbyistinnen und Lobyisten, recht problemlos und sehr direkt Einfluss auf die Politik zu nehmen.

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Privatunternehmen übernimmt Flüchtlingsbetreuung: Ausschreibungen müssen auf den Prüfstand!

Nach der Entscheidung der Stadt Bochum, die Betreuung von Geflüchteten erstmals in die Hände eines Privatunternehmens zu legen, fordert die Bochumer Linksfraktion eine Änderung der Ausschreibungsverfahren.

Ralf-D. Lange

Der Fraktionsvorsitzende der Bochumer LINKEN Ralf-D. Lange betont, dass politische Beschlüsse für die Vergabe an die umstrittene Firma European Homecare mitverantwortlich sind: „Das hat sich die Bochumer SPD-Grünen-Koalition selbst eingebrockt. Wer Outsourcing beschließt, muss sich nicht wundern, wenn auch solche Konzerne da ein Geschäft wittern.“

Hinzu komme, dass die Ausschreibungen handwerklich schlecht gemacht seien: „Auf dem Papier sollen nicht nur der Preis, sondern auch Qualitätskriterien eine Rolle spielen“, sagt Ralf-D. Lange. „In der Praxis hat die Verwaltung aber die Unterschiede, an denen die höhere Qualität der lokalen Sozialverbände zu messen wäre, überhaupt nicht abgefragt. Wer sich diese Mühe spart, bekommt halt einen kommerziellen Billig-Anbieter.“

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Bochum solidarisch! Unser Empfang für eine soziale Stadt

Das war ein toller Start in das neue Jahr: Herzlichen Dank an alle, die bei unserem Empfang für eine soziale, demokratische & vielfältige Stadt im Kunstmuseum Bochum dabei waren!

Nach einer Führung durch die aktuelle Ausstellung des Kunstmuseums ging es los: Mit bewegenden Worten hat Bernd Dreisbusch, Geschäftsführer von ver.di Mittleres Ruhrgebiet, an die Arbeiterkämpfe rund um das Betriebsrätegesetz vor genau hundert Jahren erinnert, und den Bogen zu den Auseinandersetzungen in diesem Jahr gespannt. Tatort-Jazz-Legende Milli Häuser sorgte für den notwendigen musikalischen Groove.

Die vielen Gespräche und die gemeinsam mit euch geschmiedeten Pläne machen uns sicher: Auch in diesem Jahr wird sich in unserer Stadt einiges bewegen! Auch für dieses unermüdliche Engagement in den Bochumer Bewegungen, Verbänden, Vereinen, Initiativen und Organisationen noch einmal herzlichen Dank! Eindrücke vom Abend:

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Städtepartnerschaft: Nicht nur für die Wirtschaft!

Bochum hat eine neue Partnerstadt: Tsukuba in Japan. Heute wurde der Partnerschaftsvertrag unterzeichnet. Für die Linksfraktion ist unser Ratsmitglied Benny Krutschinna Teil der Bochumer Delegation. Denn wir sagen: Städtepartnerschaften dürfen nicht nur der Wirtschaft dienen, sondern müssen auch demokratischen Austausch der kritischen Teile der Stadtgesellschaft ermöglichen.

Am Rande der Zeremonie hat sich Benny Krutschinna daher u.a. auch mit Herrn Takiguchi von der kommunistischen Partei Japans getroffen – um sich über die Chancen und Probleme linker Politik in Deutschland und Japan auszutauschen. Die KPJ steht für eine antimilitaristische Politik und unterstützt die japanische Friedensbewegung, kämpft für einen Atomausstieg Japans, und will die Macht der großen Konzerne zurückdrängen. Die Partei ist aktuell mit zwölf Abgeordneten im japanischen Shūgiin (Unterhaus) und 14 Abgeordneten im Oberhaus (Sangiin) vertreten – und mit mehr als 300.000 Mitgliedern eine der größten kommunistischen Parteien der Welt.

Werner Feld retten – LINKE gegen Nord-Anbindung der Opelflächen II/III

Im Rahmen der Entwicklung der Opelflächen II und III beabsichtigt die Stadt Bochum den Bau einer Straße durch das Landschaftsschutzgebiet am Werner Feld. Hierdurch soll eine Anbindung der Opelflächen II/III an die A 40 gewährleistet werden.

bennyAus diesem Anlass erklärt der Bezirksvertreter der LINKEN in Bochum Ost, Benny Krutschinna: „Dass auf den Flächen um das Opelwerk Arbeitsplätze gesichert und neue entstehen müssen ist unstrittig. Die Neunutzung der Fläche von Opel-Werk II/III muss allerdings im Einklang mit ökologisch orientierten Konzepten geschehen. Wir möchten nicht, dass ein Naherholungsgebiet im Raum Werne und Langendreer beeinträchtigt wird.“

 

 

Ralf-D. LangeRalf-D. Lange, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Rat ergänzt „Wir unterstützen ausdrücklich die Initiative ,pro feld‘ in ihrem Bestreben, das Landschaftsschutz- und Naherholungsgebiet Werner Feld zu retten. Spätestens nach der gestrigen Versammlung der Bürgerinitiative mit circa 500 empörten Bürgerinnen und Bürgern sollten die bestehenden Planungen für eine Nordanbindung des zukünftigen Verkehrs als eine der drei möglichen Alternativen ab sofort nicht mehr weiter verfolgt werden. Die Linksfraktion lehnt die Verkehrs-Trasse und Gewerbeansiedlung in einem Landschaftsschutzgebiet ebenfalls kategorisch ab. Wir brauchen echte Alternativen, um die Opelflächen unter ökologischen und bürgerfreundlichen Aspekten voranzubringen.“

Gewählte Mitglieder in den Ausschüssen/Beiräten/Aufsichtsräten

AusschussVertreter_in
Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und SozialesGültaze Aksevi
Ausschuss für Arbeit, Gesundheit und Soziales (Sachkundiger Einwohner)Michael Niggemann
Ausschuss für Beteiligungen und ControllingMoritz Müller
Ausschuss für Infrastruktur und MobilitätMoritz Müller /
Wolfgang Möller
Ausschuss für Kinder, Jugend und FamilieMehtap Yildirim
Ausschuss für KulturHorst Hohmeier
Ausschuss für Planung und GrundstückeMehriban Özdogan
Ausschuss für Schule und BildungBenny Krutschinna
Ausschuss für Sport und FreizeitSven-Eric Ratajczak
Ausschuss für StrukturentwicklungMoritz Müller
Ausschuss für Umwelt, Sicherheit und OrdnungHorst Hohmeier / Elias Korte
Betriebsausschuss für die EigenbetriebeWahed Tofik
Haupt- und FinanzausschussHorst Hohmeier
IntegrationsausschussGültaze Aksevi / Tekin Altunok
RechnungsprüfungsausschussMoritz Müller
WahlprüfungsausschussMehriban Özdogan
Beiräte
Frauen, Geschlechtergerechtigkeit und EmanzipationJoanne Rages
Leben im AlterIrene Lehmann
Bochumer Beratungsstelle der Verbraucherzentrale NRWBenny Krutschinna
Wissenschaftlicher Beirat des StadtarchivsUli Borchers
Aufsichtsräte, Gesellschafter- und Genossenschaftsversammlungen
EmschergenossenschaftsversammlungHorst Hohmeier
Wirtschaftsentwicklungsgesellschaft Bochum (WEG)Mehriban Özdogan
Verwaltungsrat Sparkasse BochumMoritz Müller
SBO Senioreneinrichtungen der Stadt Bochum gGmbH Horst Hohmeier
Stadtwerke Bochum Holding GmbHHorst Hohmeier
Holding für Versorgung und Verkehr GmbH Bochum (HVV)Horst Hohmeier
Verwaltungsrat Schauspielhaus BochumHorst Hohmeier

Unverantwortliches rot-grünes Finanzchaos

Die Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Bochum fordert SPD und Grüne auf, möglichst umgehend nach den Sommerferien eine Ratssitzung einzuberufen, damit die Besetzung der Ausschüsse stattfinden kann. Um dies ordentlich zu planen, sollte der Ältestenrat zeitnah einberufen werden.

„Wir hoffen“, so der Fraktionsvorsitzende der LINKEN Ralf-D. Lange, „dass SPD und Grüne aus dem Desaster der letzten Ratssitzung lernen und nicht länger mit der AfD kooperieren. Ein zweites Mal kann die Koalition nicht erklären, dass sie über den Schulterschluss des rechten Blocks im Rat überrascht sei.
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